Pechau - das schönste Elbauendorf Magdeburgs! |
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Die Geschichte Pechaus
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Bis zum dreißigjährigem Krieg (1618-1648)
soll es in Pechau ein festes Schloß gegeben haben. 1626 und 1629 kam
es mit Wallenstein (1583-1634), 1630 mit Pappenheim (1594-1632)
und 1631 mit Tilly (1559-1632) und Pappenheim zu Kämpfen mit den Kaiserlichen in der
Umgebung Pechaus. Anfang
märz 1631 verfügten die belagerten Magdeburger mit dem
Klusdamm ins neutrale kursächsische Gommern
nur noch über eine Verbindung durch
Pappenheims Blockadering nach außen. Diese Verbindung wurde durch die Schanze Trutz Pappenheim gesichert. Am 26. märz/5. April 1631 rückten Pappenheims Truppen in Pechau ein. Nach der Erstürmung der
Schanze zwischen Pechau und Klus (in
den Rehbergen der Klus bei Vogelsang, östlich des heutigen Umflutkanals und der Alten
Ehle, Klusdamm-Heerstraße in Richtung Gommern*) am 30 märz/9. April 1631 rückten die kaiserlichen Truppen nach
schweren Kämpfen über den Klusdamm auf Magdeburg vor.
Am
31. märz/10. April 1631 wurden die beiden Magdeburger Schanzen in der
Kreuzhorst Trutz Tilly (nahe der Mündung der Dornburger Alten Elbe in
die Elbe, nahe des heutigen Mönchsgrabens) und Magdeburger Succurs
(südlich davon auf einer Anhöhe nahe dem Franzosengraben) bei
Pechau durch
die kaiserlichen Truppen gestürmt. Am 12.
april/22. April
1631 schlug Pappenheim sein Hauptquartier in Pechau auf. Die
Belagerung und blutige Zerstörung von Magdeburg am 10. mai/20. Mai 1631
durch
die kaiserlichen Truppen unter Tilly und Pappenheim überstand
lediglich die Pechauer Kirche. Magdeburg als eine der wichtigsten deutschen Städte
verlor in der Folgezeit seine Bedeutsamkeit. 1632 wurden die Kaiserlichen Truppen durch
den Sieg Gustav Adolfs II. von Schweden (1594-1632) in Lützen wieder
vertrieben. Es geht die Sage, daß in der Umgebung von
Pechau ein großer Silberschatz von Tillys Truppen versteckt
wurde. Als Folge des Westfälischen Friedens 1648
kam 1680 Pechau mit dem neu gebildeten Herzogtum Magdeburg zu
Kurbrandenburg (ab 1701 Königreich Preußen). Einige Jahre war das Dorf nach dem dreißigjährigem
Krieg verlassen, erst nach und nach wurde es wieder aufgebaut. Pechau
erhielt durch die Anlage eines großzügigem Straßenkreuzes innerhalb
des fast kreisrunden Deichwalls seine heutige Grundgestalt. 1671
besaß Pechau 12 Ackerhöfe und 19 Kossatenhöfe. 1707 wurde die 80 Meter lange Brücke des Klusdamms bei Pechau erneuert. Für die Schlesischen Kriege (1740-1742, 1744-1745) und den Siebenjährigen Krieg (1756-1763) gegen Österreich wurde der Holzreichtum Pechaus geplündert. Friedrich II. von Preußen der Große, 1712-1786) ließ in der Umgebung 100.000 starke Eichen schlagen. 1782 gab es in Pechau 275 Einwohner. |
Anmerkung: Bei julianischen Datumsangaben wird der Monat klein, bei gregorianischen Datumsangaben (plus 10 Tage im 17. Jh.) hingegen zur Unterscheidung groß geschrieben. *
Die alte Flurbezeichnung Rehberge/ Rehberger Holz in der Klus darf nicht mit
der Ortsangabe kleiner und großer Rehberg weiter westlich in Richtung
Elbe zwischen Kreuzhorst, Pechau und Prester verwechselt werden! 1780 wurde in der letzten öffentlichen Hinrichtung in Schönebeck die 17-jährige Johanna Magdalena Krakau aus Pechau (? - Existenz in Pechau nicht nachweisbar) wegen Brandstiftung verbrannt. |
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