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Foto Klusdamm
Klusdamm mit Brückenresten

Pechau - das schönste Elbauendorf Magdeburgs!

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Die Geschichte Pechaus
von Dr. Hans-Christian Solka

 

1. Gründungsgeschichte
2. Slawenzeit
3. 12. bis 16. Jahrhundert
4. 17. und 18. Jahrhundert
5. 19. Jahrhundert
6. Zeit des Deutschen Reichs
7. DDR-Zeit
8. Ab 1990

 

--> [Symbol: Link öffnet im eigenen Fenster] Hinrichtung der J. M. Krakau aus Pechau ...

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Bis zum dreißigjährigem Krieg (1618-1648) soll es in Pechau ein festes Schloß gegeben haben. 1626 und 1629 kam es mit Wallenstein (1583-1634), 1630 mit Pappenheim (1594-1632)  und 1631 mit Tilly (1559-1632) und Pappenheim zu Kämpfen mit den Kaiserlichen in der Umgebung Pechaus.
 

Anfang märz 1631 verfügten die belagerten Magdeburger nur noch mit dem Klusdamm ins neutrale kursächsische Gommern über eine Verbindung durch Pappenheims Blockadering nach außen. Diese Verbindung wurde durch die Schanze Trutz Pappenheim gesichert.


Am 26. märz/5. April 1631 rückten Pappenheims Truppen in Pechau ein. Nach der Erstürmung der Schanze zwischen Pechau und Klus (in den Rehbergen der Klus bei Vogelsang, östlich des heutigen Umflutkanals und der Alten Ehle, Klusdamm-Heerstraße in Richtung Gommern*) am 30 märz/9. April 1631 rückten die kaiserlichen Truppen nach schweren Kämpfen über den Klusdamm auf Magdeburg vor. 


Am 31. märz/10. April 1631 wurden die beiden Magdeburger Schanzen in der Kreuzhorst Trutz Tilly (nahe der Mündung der Dornburger Alten Elbe in die Elbe, nahe des heutigen Mönchsgrabens) und Magdeburger Succurs (südlich davon auf einer Anhöhe nahe dem Franzosengraben) bei Pechau durch die kaiserlichen Truppen gestürmt. 


Am 12. april/22. April 1631 schlug Pappenheim sein Hauptquartier in Pechau auf. Die Belagerung und blutige Zerstörung von Magdeburg am 10. mai/20. Mai 1631 durch die kaiserlichen Truppen unter Tilly und Pappenheim überstand lediglich die Pechauer Kirche.

 

Magdeburg als eine der wichtigsten deutschen Städte verlor in der Folgezeit seine Bedeutsamkeit. 1632 wurden die Kaiserlichen Truppen durch den Sieg Gustav Adolfs II. von Schweden (1594-1632) in Lützen wieder vertrieben.

 

Es geht die Sage, daß in der Umgebung von Pechau ein großer Silberschatz von Tillys Truppen versteckt wurde.

 

Als Folge des Westfälischen Friedens 1648 kam 1680 Pechau mit dem neu gebildeten Herzogtum Magdeburg zu Kurbrandenburg (ab 1701 Königreich Preußen).

 

Einige Jahre war das Dorf nach dem dreißigjährigem Krieg verlassen, erst nach und nach wurde es wieder aufgebaut. Pechau erhielt durch die Anlage eines großzügigem Straßenkreuzes innerhalb des fast kreisrunden Deichwalls seine heutige Grundgestalt. 1671 besaß Pechau 12 Ackerhöfe und 19 Kossatenhöfe.

 

1707 wurde die 80 Meter lange Brücke des Klusdamms bei Pechau erneuert. Für die Schlesischen Kriege (1740-1742, 1744-1745) und den Siebenjährigen Krieg (1756-1763) gegen Österreich wurde der Holzreichtum Pechaus geplündert. Friedrich II. von Preußen der Große, 1712-1786) ließ in der Umgebung 100.000 starke Eichen schlagen. 1782 gab es in Pechau 275 Einwohner.

Anmerkung: Bei julianischen Datumsangaben wird der Monat klein, bei gregorianischen Datumsangaben (plus 10 Tage im 17. Jh.) hingegen zur Unterscheidung groß geschrieben.


* Die alte Flurbezeichnung Rehberge/ Rehberger Holz in der Klus darf nicht mit der Ortsangabe kleiner und großer Rehberg weiter westlich in Richtung Elbe zwischen Kreuzhorst, Pechau und Prester verwechselt werden!


1780 wurde in der letzten öffentlichen Hinrichtung in Schönebeck die 17-jährige Johanna Magdalena Krakau aus Pechau (? - Existenz in Pechau nicht nachweisbar) wegen Brandstiftung verbrannt.

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