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Plan Burg Pechau.

Burg Pechau - das Alte slawische Dorf (Ansicht von Süden, Grafik. Prof. Lingener)

Pechau - das schönste Elbauendorf Magdeburgs!

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Die Geschichte Pechaus
Dr. Hans-Christian Solka

 

1. Gründungsgeschichte
2. Slawenzeit
3. 12. bis 16. Jahrhundert
4. 17. und 18. Jahrhundert
5. 19. Jahrhundert
6. Zeit des Deutschen Reichs
7. DDR-Zeit
8. Ab 1990

 

--> [Symbol: Link öffnet im eigenen Fenster] Altes Dorf Pechau

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Der Ursprung des Alten Dorfes Pechau wird auf eine Ringburg der Morzanen zurückgeführt, die zu den 11 Burgbezirken des gleichnamigen slawischen Gaus gehörte. Die Morzanen waren eine der vier Stammesgruppen der nordslawischen Wilzen (Lutizen), die in 95 Burgbezirken siedelten.

 

Die Burg war ca. 125 x 200 m groß. Ihre Besiedlung ist für den Ausgang des 8. bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts nachweisbar. Sie befand sich auf einem noch heute sichtbaren Hügel am östlichen Ende der Breiten Straße des heutigen Dorfs. Bis zum 12. Jahrhundert verlief um die Insel des Burghügels ein Hauptarm der Elbe. Alt-Pechau war durch eine Brücke mit dem ostelbischen Ufer in Richtung der heutigen Brücke über den Umflutkanal verbunden.

 

923 und 924 zerstörten Ungarn und verbündete Slawen das benachbarte Magdeburg. Es kann nicht völlig ausgeschlossen werden, daß sich daran auch einige Pechauer beteiligt haben könnten.

 

Die Elbe war die Grenze zwischen heidnischem Slawengebiet (um 928) bzw. der Nordmark (um 939) und dem Herzogtum Sachsen des 919 vom ersten deutschen König Heinrich I. (als Nachfolger des ostfränkisch-deutschen Königs Konrad I.) gegründeten christlichen Deutschen Reiches und ab 962 - durch die Krönung Ottos I. (Königskrönung 936) in Rom zum römischen Kaiser - des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die slawischen Stämme zwischen Elbe, Saale und Oder wurden 928 Heinrich I. tributpflichtig.

 

948 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Pechaus in der Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg, dem Pechau zugeschlagen wurde. Trotzdem musste Pechau den Kirchenzehnt an das Moritzkloster in Magdeburg entrichten.

 

965 schenkte Otto I. dem Moritzstift in Magdeburg seinen Besitz in Pechau. Otto II. bestätigt 973 diese Schenkungen. Ende des 10. Jahrhunderts schlossen sich die Wilzen im Bund der Liutizen ("die Grimmigen") zusammen. Durch den Slawenaufstand 983 wurde die deutsche Kolonisation der ostelbischen heidnischen Slawengebiete (außer in den sorbischen Gebieten) bis zur Oder noch einmal für rund einhundertfünfzig Jahre zurückgedrängt. Die Elbe bei Magdeburg wurde erneut zum Grenzland. Der Burgward Pechau blieb jedoch ein wichtiger deutscher Stützpunkt im Kampf gegen Slawen.

 

1007 griff der christliche polnische Fürst Boleslaw I. Chrobry (der Kühne und erster polnischer König, um 967-1025) beim Versuch der Eroberung des Slawengebiets zwischen Oder und Elbe die Burg Pechau an. Der Gau Morzane wird verwüstet. Es wird angenommen, daß dabei der Palisadenwall der Burg zerstört wurde und danach Alt-Pechau in der Bedeutungslosigkeit versank.

 

Zur Zeit Friedrichs I. (genannt Barbarossa, 1152-1190) gewannen die Deutschen in der Auseinandersetzung um die ostelbischen Gebiete unter Albrecht dem Bären, Markgraf der Nordmark, endgültig die Oberhand (Wendenkreuzzug 1147). 1139 übergab das Kloster Berge dem Bischof von Brandenburg 100 Hufen Land, wobei das Dorf Pechau eingerechnet wurde. Alt-Pechau existierte zum Ende des 12. Jahrhunderts nicht mehr.

Burgward stammt aus dem sächsischen Sprachgebrauch und bezeichnet eine Burg mit Burgbezirk.
 

Er bestand aus einer Befestigung und dazugehörigen Dörfern. Die Befestigung war eine einfache Holz-Erde-Konstruktion mit Wachturm.
 

Die überwiegend slawische Bevölkerung war zum Burgenbau, zu Wachdiensten und Abgaben verpflichtet.

 

 

Die bedeutsamsten slawischen Stämme waren:

  • Obodtiten (4 Teilstämme, 53 Burgbezirke)

  • Wilzen (4, 95)

  • Sorben (20, 50)

  • Heveller (-, 8))

Die Stämme waren zumeist untereinander verfeindet.

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