Pechau - das schönste Elbauendorf Magdeburgs! |
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Waldgebiet Die 472,5 Hektar große Kreuzhorst ist ein
zusammenhängender unberührter Eschen-Ulmen-Hartholzauenwald in der mittleren Elbniederung am Südostrand Magdeburgs, von dem
282 ha unter Naturschutz
stehen. Im 11. Jahrhundert erhielt das Kloster unserer
Lieben Frauen in Magdeburg ein Waldstück, das 1451 Cruscenhorst genannt wird. Im
Westteil, nahe der Elbe, lag ein Hof Kuhlenhagen, den das Kloster im 12
Jahrhundert von Dietrich von Groiz kaufte. So kann sich aus Groizhorst
schließlich der Name Kreuzhorst gebildet haben. Eventuell lässt sich der Name
mit den kleinen Bodenwellen, mundartlich Horst bezeichnet, in Verbindung
bringen. Auf einer dieser Erhebungen mag ein Kreuz gestanden haben. Die Kreuzhorst,ist Bestandteil des
Landschaftsschutzgebietes "Mittlere Elbe" an der Vereinigung von Alter und
Neuer Elbe. Sie wird im Norden und Osten von der Alten Elbe, im Süden von
der Randauer Talsanddüne und im Westen vom Elbdeich begrenzt. Ihre beiden
nördlichen Zugänge liegen am Rand von Pechau. Auelehm Der Auwald stockt auf dem Auelehm, einer
Hochwasserablagerung aus kalkfreiem Feinsand, Schluff und Ton, wobei gewöhnlich
Material der Korngrößen 0,05-0,01 mm überwiegt. Die Mächtigkeit des Auelehms
beträgt durchschnittlich 1-2 m. Bei Gübs kamen am Grunde des Auelehms Funde aus
dem 8.-7. Jahrhundert v. u. Z. zutage. Damit besitzt man einen Hinweis auf den
Anfang der Lehmbildung in der Elbaue bei Magdeburg. Klimatisch kann man den Beginn der
Sedimentation mit den steigenden Niederschlägen am Anfang des Subatlantikums in
Zusammenhang bringen. Dadurch konnte der Boden von den damals schon in größerem
Umfang vorhandenen Ackerflächen in Mitteldeutschland leicht abgespült werden.
Wie vorgeschichtliche Funde und die Erforschung der Klimageschichte zeigen,
lagerte sich der überwiegende Teil des Auelehms in der älteren Eisenzeit ab. Da
sich im oberen Bodenhorizont Siedlungsplätze der römischen Kaiserzeit befanden,
ist zu dieser Zeit die Auelehmbildung im wesentlichen als abgeschlossen zu
betrachten. Den endgültigen Abschluss fand die Sedimentation jedoch erst durch
die Eindeichung des Flusses. Wegen des Tongehaltes nutzten an verschiedenen
Stellen früher viele Ziegeleien den Auelehm. Gegenwärtig gewinnt man ihn nur
noch am Umflutkanal für die Ziegelei Plötzky. (Quelle: Magdeburg und seine Umgebung,
Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme im Gebiet von Magdeburg und
Biederitz; Akademie-Verlag Berlin 1972) Naturschutz Von der Kreuzhorst als einem der Auewaldreste im Elbtal
stehen 320 ha seit 1961 unter Naturschutz. In der Kreuzhorst finden sich viele seltene Pflanzen
und Tierarten, z.B. Biber, Dachse, Fledermäuse, Graureiher, Rohrweihe, Milane
und Störche. 2021 wurde sogar ein Elch am Rand von Pechau gesichtet. Hier konnten 32 Säugetierarten nachgewiesen werden. 16
von ihnen stehen auf der Roten Liste für gefährdete Tierarten. Mit über 90
Brutvogelarten ist auch die Vogelwelt sehr artenreich. Dank vieler uralter Nistbäume ist die Kreuzhorst das wahrscheinlich weltweit
größte Bestandsrevier des Rotmilans. Die Gewässer um die Dornburger Alte Elbe sind reich an Fisch-,
Reptilien-, Amphibien-, Schmetterlings-, Käfer- und Libellenarten.
Die
Kreuzhorst besteht aus vielen unterschiedlichen kleinflächigen
Gebieten, die ein vielfältiges Mosaik von trockenen und nassen
Bereichen
bilden. Insbesondere im Uferbereich der Dornburger Alten Elbe sind die
Hart- und die Weichholzaue typisch ausgeprägt. In der Kreuzhorst bei Luisenthal findet man die größte und älteste der 18 Magdeburger Streuobstwiesen. |
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