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Foto im Umflutkanal 2
Umflutkanal  bei Pechau im Sommer

Pechau - das schönste Elbauendorf Magdeburgs!

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--> [Symbol: Link öffnet im eigenen Fenster] Pretziener Wehr

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Umflutkanal
Der Umflutkanal ist ein einmaliges Bauwerk in Europa. Sein Bett erstreckt sich in 470 m Breite und über 20 km Länge, von Deichen begleitet, vom Pretziener Wehr oberhalb Schönebeck an Pechau vorbei, östlich der Elbe bis in die Gegend von Biederitz. Bei Lostau verschmilzt es mit dem Lauf der Ehle. In Pechau führt eine Brücke durch und über den Kanal. Dahinter liegen im Osten die Hügel der Klus.

 

Das Pechauer Siel wurde am 31. Oktober 1905 in Betrieb genommen und 2011 grundlegend erneuert. Es schützt die Land- und Forstwirtschaft von Pechau bis Elbenau.

Das Siel dient im Normalfall als Wasserablauf aus der Kreuzhorst und Alten Elbe in den Umflutkanal.

 

Durch eine Schließung des Siels bei Hochwasser wird die alte Elbe zwischen Elbenau und Kreuzhorstdeich zum Wasserspeicher für das Dräng- und Oberflächenwasser aus dem Umflutkanals. Durch eine Öffnung des Siels nach dem Ablaufen des Hochwassers im Umflutkanal kann das angestaute Wasser des Polders über den Umflutkanal bereits ablaufen, wenn die Elbe selbst noch Hochwasser führt.

 

Auch während des großen Elbehochwassers 2002 beschützte der Kanal Pechau. Die benachbarten Klein-Gübs und Gübs standen durch den Bruch eines Siels teilweise unter Wasser.

 

Der Kanal wird zwischen  Plötzky und Pechau von der Dornburger Alten Elbe und der Ehle her in die Überbleibsel verlassener Flußbetten geleitet und ist verhältnismäßig tief, klar und fischreich.

 

Er nimmt bei Hochwasser am Pretziener Wehr bis zu einem Drittel des Elbwassers auf und führt es nach Norden an Magdeburg vorbei. Das Wehr wird bei einem Pegelstand von 5,50 m  an der Magdeburger Strombrücke bzw. bei 5,92 m in Barby gezogen.

 

Elbe und Alte Elbe
Der Hauptarm der Elbe verlief bis zum 10 Jh. auf der Linie Dornburg, Plötzky, Heyrothsberge, Lostau bis Hohenwarte unmittelbar am östlichen Rand des Urstromtales. Bei Pechau und Zipkeleben teilte sich die Elbe und floss in mehreren Teilarmen an Magdeburg vorbei, weiter im heutigen Flussbett der Schrote bis Wolmirstedt und von dort aus im Bett der heutigen Ohre.

 

Erst um das Jahr 1000 wurde der von Schönebeck bis Salbke verlaufende Elbarm (Schönebecker Elbe) bedeutender. Es bildete sich die heutige Stromelbe heraus.

 

Die Alte Elbe blieb dennoch ein wichtiger Elbarm. Sie war bis 1874 schiffbar, verlandet jetzt aber immer mehr. Über Jahrhunderte haben die Elbarme mit zahlreichen Schleifen und Verbindungen untereinander in dem 8 bis 12 km breiten und ebenen Urstromtal die heute noch vorhandene Auenlandschaft geprägt.

 

Einzelne Elbarme schlossen zahlreiche, sich immer wieder verändernde Werder ein. Der größte ist der Elbenauer Werder (auf dem Pechau liegt). Er wird heute von der Stromelbe und der Alten Elbe zwischen Dornburg und Prester umschlossen.

 

Die ständige Überschwemmungsgefahr zwang die Bewohner, Deichpolder, Sommer- und Winterdeiche sowie andere Schutzmaßnahmen zu schaffen. Diese Deiche waren niedrig, nicht durchgängig und unzuverlässig. Dazu kam die unzureichende Flutabführung aus der Niederung, so dass immer wieder Deichbrüche und verheerende Hochwasser die Orte in der Elbniederung schwer belasteten.

 

Mit dem Bau des großen Elbdeiches, des Umflutkanals und des Pretziener Wehres von 1871 bis 1875 konnten die Überschwemmungen von den Orten abgewendet werden. Die historischen Deiche sind noch heute teilweise erhalten.

 

Kolke
Aus alten Elbarmen haben sich im Laufe der Zeit um Pechau viele Kolke (Tümpel, kleine Seen) gebildet.

 

Entlang der "Alten ´(Plötzkyer) Elbe" / Kreuzhorst:

- Jägerkolke

- Kochscher Kolk

 

Am Umflutkanal / Mittelteich:

- Brandtscher Kolk

- Karpfenteich

 

Entlang des Klusdamms:

- Pechauer See

- Mühlenteich

- Mühlenkolk

- Prinzenkolk

- Lieschenkolk

- Paradieskolk

- Ruhekolk

- Marschkolke

 

Entlang des Pechauer Busches:

- Sielkolke

- Katzenkolk

- Woltersche Kolk

- Schüttenkolk

- Grüner Kolk

- Liebeskolk

- Höllenkolke

- Entenstrich

Foto Elbe-Umflutkanal
Umflutkanal

 

 

 

Hochwasserschutz
Bis ins 19. Jahrhundert wurde bei Hochwasser die Elbniederung bei Magdeburg regelmäßig überflutet. Erst der Bau des Umflutkanals und der Hauptdeiche 1871 bis 1876 konnte die dortigen Siedlungen und landwirtschaftlichen Flächen sowie Magdeburg vor Überflutungen durch die Elbe schützen.

 

Auslöser des Baus war die gestiegene Hochwassergefahr, da durch neue Dämme für Eisenbahn und Berliner Chaussee in Magdeburg der Wasserabfluß aus der Elbaue erschwert wurde.

 

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